Geschäftsklima Zulieferindustrie

Geschäftsklima Zulieferindustrie – Januar 2021

Deutsche Zulieferer starten mit gemischten Gefühlen ins neue Jahr

Zum Jahresauftakt verbessert sich die aktuelle Geschäftslage der deutschen Zulieferer um 5,6 Saldenpunkte (saisonbereinigt). Die Erholung setzt sich somit auch im siebten aufeinanderfolgenden Monat fort. Erfreulich ist dabei, dass der Zuwachs wieder mehr Dynamik zeigt, nachdem die Entwicklung im Vormonat deutlich an Fahrt verloren hatte. Mit einem Wert von 7,8 Saldenpunkten bewegt liegt die Lagebeurteilung schließlich auf dem höchsten Stand seit eineinhalb Jahren.

Wenngleich die Lagebeurteilung mit diesem psychologisch wichtigen Signal in das Jahr startet, büßt die saisonbereinigte Erwartungshaltung 1,4 Saldenpunkte ein und eröffnet das neue Jahr mit einem Wert von 8,1 Punkten. Seit Juli 2020 pendeln die Erwartungen somit zwischen einem Saldenwert von 5 bis 13 Punkten und heben nicht weiter ab.

Die Datenerhebung im Januar ist die erste seit Beginn der Impfkampagne. Die in der breiten Öffentlichkeit viel diskutierten Probleme bei der Herstellung, Beschaffung und Verabreichung von genügend Impfstoff wirken sich insgesamt negativ auf die Erwartungen der deutschen Zulieferer aus. Inwiefern die Erholung der aktuellen Geschäftslage daher im ersten Quartal einen Rückschlag erleiden wird, ist schwierig zu beurteilen. Insbesondere das Auftreten ansteckenderer Virusmutationen bedroht die weitere Entwicklung. Vor dem Hintergrund, dass die Corona-Bekämpfungsmaßnahmen in diesem Monat zudem erneut verschärft wurden und die Lieferkettenprobleme bei Halbleitern die deutsche Automobilindustrie erheblich in der Produktion behindern, ist der Dämpfer in der Erwartungshaltung allerdings noch moderat und die verbesserte Bewertung der aktuellen Lage mutmachend. 

Das Geschäftsklima Zulieferindustrie wird regelmäßig zum Monatswechsel von der ArGeZ veröffentlicht. Der Chart steht zur weiteren Verwendung incl. Begleittext als Download zur Verfügung.

Der Frühindikator wurde exklusiv vom Ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München, für die ArGeZ entwickelt. Er beruht auf der Befragung von 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen ab.

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